Energy Globe Vorarlberg 2011 für Daniela & Martin Brunn

2011_10_11 Energy Globe Verleihung

Auch im Jahr 2011 werden zwei Energy Globes für Vorarlberg vergeben. Eine der beiden begehrten Trophäen für nachhaltige Projekte ergeht an Daniela & Martin Brunn für ihr Plus-Energie Haus in Hard. Die zweite Auszeichnung erhält die Firma Cree GmbH für das Projekt Live Cycle Tower.

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Der Energy Globe ist eine weltweite Initiative zur Auszeichnung und Kommunikation von Vorzeigeprojekten im Sinne effizienter und intelligenter Energienutzung und Energieproduktion. Im Rahmen des österreichweiten Wettbewerbes werden in den Bundesländern Energy Globe Sieger ermittelt. Aus den Bundesland-Siegern wird in einer eigenen Jurierung der Österreichsieger gewählt.

Energieinstitut_Vorarlberg

Das Energieinstitut Vorarlberg als Partner von Energy Globe Österreich wurde mit der Abwicklung in Vorarlberg betraut. Eine Jury bestehend aus einem Technischen Büro (DI Weithas), einem Energieexperten der vkw illwerke (DI Gerhard Günther) einem Kommunikationsberater (Hans-Joachim Gögl) und DI Josef Burtscher vom Energieinstitut Vorarlberg haben aus den fünf Einreichungen die beiden Sieger gewählt.

Vom Altbau zum Plus-Energie Haus

Ein bestehendes altes Wohngebäude, Baujahr zwischen 1800 und 1900, wurde durch einen ökologischen und energieeffizienten Ersatzneubau ersetzt. Dabei wurde im Besondern auf die höchste Energieeffizienz (Heizwärmebedarf von 7 kWh/m².a), erneuerbare Energieträger (Scheitholzkessel), möglichst ökologische Materialwahl (Strohballenbauweise mit eigenem Holz, Flachs, Lehm), anpassbare Nutzung (altengerecht, in mehrere Wohnungen teilbar), positive Energiebilanz in jedem Monat über Betrieb und Erstellung (graue Energie der verwendeten Baustoffe) mit Hilfe einer thermischen Solaranlage, einer Photovoltaikanlage sowie die Optimierung für die Nutzung alternativer Fortbewegungsmittel (Fahrrad, E-Mobilität) Wert gelegt. Auf Basis detaillierter Analysen [Anm. der Redaktion: die Analysen werden auf Basis von myVitali durchgeführt] kann gezeigt werden, dass bei den gegebenen Randbedingungen, der Ersatzneubau unter Berücksichtigung des Energiebedarfs zur Erzeugung des Gebäudes (Graue Energie) gegenüber einer maximal möglichen Sanierung, die aus Gesamtsicht zu bevorzugende Variante ist.

Landesrat Ing. Erich Schwärzler

Erich_Schwaerzler

 

„Der Energy Globe hebt jedes Jahr hochinteressante Projekte vor den Vorhang. Diese sind Meilensteine auf dem Weg in die Energieautonomie“.

DI Josef Burtscher, Geschäftsführer Energieinstitut Vorarlberg

Josef Burtscher

„In beiden Projekten stecken viel Innovationskraft und Detaillösungskompetenz. Beide Objekte, sowohl das Plus-Energie Haus Brunn und der Life-Cycle Tower sind durch eine Gesamtbetrachtung gekennzeichnet, die zeigen, dass eine Reduktion des CO2-Ausstoßes und des Energiebedarfes um mehr als 90% möglich sind. Solche Anforderungen werden an Gebäude der Energieautonomie gestellt werden“.

Jurybeurteilung

 

Plus-Energie-Haus Brunn

Das in Bau befindliche Plus-Energie-Haus Brunn ist eine konsequente Lösung im Detail als auch im Ganzen. Die Umsetzung des in Strohballenbauweise errichteten Passivhauses erfolgte aufgrund detaillierter Berechnungen unter Einbeziehung  grauer Energie des Neubaus und des abgerissenen Altbestandes. Die so erreichte monatlich positive Energiebilanz über die Betriebsenergie und der Überhang im Sommer machen das Gebäude als Ganzes in seiner Lebenszeit energieneutral. Der Low-Tech Baustoff Stroh und Holz wird mit einer High-Tech Detaillösung aus Haustechnik und Stromproduktion kombiniert, womit  ein abgerundetes Ganzes entsteht. Mit persönlicher Leidenschaft hat sich die Fam. Brunn die Energieautonomie im privaten Hausbau umgesetzt. Für den Nachweis dafür, wurde ein messtechnisches Begleitprogramm installiert.

 

Anm. der Redaktion: als Automatisierungs- und Analysetechnologie des Plus-Energie-Hauses kommt myVitali "Vital Wohnen" zum Einsatz. In einer für den Einsatzzweck optimierten Lösung sorgt myVitali für das Controlling und die Prozessoptimierung von komplexen energietechnischen Abläufen und lässt keine Wünsche offen was die Auswertungen zum Beispiel von Energie-Output oder Einsparungen für die Bewohner angeht.