Vital-Monitoring, Sicherheit, Raumklima: myVitali entwickelt System zur Rundumversorgung im Alter

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WIDNAU, 24. November 2010. Die Betreuungsqualität mangelhaft, die Bewohner schlecht versorgt. Immer wieder machen Schlagzeilen über Missstände in Altenheimen die Runde. Die Überlastung und Überforderung der Pflegekräfte zählen dabei zu den Hauptgründen. „Dass die Zahl der über 65-Jährigen bis 2050 mehr als zwei Drittel zunimmt, verschärft diese Problematik“, sagt Oliver J. Wolff. Mit „Vital Wohnen“ entwickelte der Geschäftsführer der myVitali AG daher eine Lösung, die das Pflegepersonal entlastet, Transparenz in der Dienstplanung schafft und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen im höheren Alter fördert. Das System ist etwa Bestandteil des Projekts „Betreutes Wohnen am Garnmarkt Götzis“, das gestern erstmals im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt wurde.
 
Zwei Mitarbeiter, die bis zu 30 Bewohner versorgen müssen, ein Zehn-Stunden-Dienst ohne Pause: Keine Seltenheit in Alten- und Pflegeheimen, die wie viele Unternehmen Personal abbauen. Doch während die Pflegekräfte eingespart werden, steigt die Zahl der zu betreuenden Personen. „Statistiken prognostizieren, dass im Jahr 2050 31 Prozent der Österreicher über 65 sind“, berichtet Oliver J. Wolff. Der demographische Wandel war nur einer der Gründe, warum er ein System zur Rundumversorgung im höheren Alter kreierte. Bestehend aus Notruffunktionen, Vital-Monitoring, Überwachungs-, Informations- sowie Versorgungsdiensten, fördert „Vital Wohnen“ die Gesundheit und Lebensqualität der Bewohner. Beispielsweise lassen sich alle Vitalparameter wie der Blutdruck oder der Blutzucker elektronisch messen. Diese Daten werden an ein Endgerät, etwa ein TV-Gerät oder PC gesendet, dort gespeichert, analysiert und interpretiert. Was sonst „per Hand“ erfolgt, ist automatisiert und spart Zeit, Personal und folglich Kosten. Genauso ist die gesamte Personalplanung über dieses System durchführbar. Und somit strukturiert, transparent und beugt einer Überlastung der Pflegekräfte vor.

Einfach und sicher: im Alter zuhause wohnen
Die Protokollierung von Ernährung und Bewegung samt Verbesserungstipps oder die Kontrolle des CO2-Gehalts in der Wohnung: Wer im Alter (länger) zuhause wohnen möchte, profitiert ebenfalls von „Vital Wohnen“. Das System, das sich in jede Wohnung integrieren lässt, fördert Vitalität sowie Wohlbefinden und verbessert die Sicherheit. Beispielsweise durch die Sturzerkennung. Fällt eine Person in ihrer Wohnung zu Boden, erfolgt eine Meldung an die ausgewählte Betreuungsperson. Auch der Hausarzt kann im System vernetzt werden, genauso wie Freunde oder Familienangehörige, was das Sozialleben der Benutzer fördert. „Es soll die Lebensqualität von Menschen im höheren Alter verbessern. Eben mit allem, was dazu gehört“, sagt Wolff und verweist auf die hohe Benutzerfreundlichkeit des intuitiven Systems.

Projekt „Betreutes Wohnen Am Garnmarkt Götzis“
Eine neue Form des betreuten Wohnens setzt die Sozialdienste Götzis GmbH in Kooperation mit der Fachhochschule Vorarlberg und der PRISMA Unternehmensgruppe am Garnmarkt in Götzis um. Neuartige technische Hilfsmittel, die in den einzelnen Wohneinheiten der Bewohner integriert sind, ermöglichen ein selbstbestimmtes und sicheres Leben bis ins hohe Alter. Am 23. November konnten sich Interessierte nun erstmals vor Ort über das Projekt informieren. Bei der Veranstaltung „Einblicke in die Zukunft des Betreuten Wohnens“ standen Vorträge zur Zentrumsentwicklung Am Garnmarkt Götzis (PRISMA) oder zu Technologien in Betreutem Wohnen von Prof. Guido Kempter (Fachhochschule Vorarlberg) auf dem Programm. Auch myVitali war als Aussteller vor Ort. Zusammen mit der Fachhochschule Vorarlberg ist das Schweizer Unternehmen einer der Partner von „Betreutes Wohnen am Garnmarkt“. Ein weiteres gemeinsames Projekt mit der FH Vorarlberg ist darüber hinaus „Vital Wohnen in Vorarlberg“. Eine dafür eingerichtete Schauwohnung in Dornbirn zeigt, wie die Zukunft des Wohnens im Alter aussehen kann.

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Martina Dannheimer
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